Unter den Legenden und Kuriositäten, die die tausendjährige Geschichte von Gorgonzola prägen, ist eine der faszinierendsten von niemand Geringerem als Karl dem Großen, dem großen Kaiser der Franken, der im Jahr 800 n. Chr. vom Papst in Rom gekrönt wurde und zum mächtigsten Herrscher des mittelalterlichen Europas wurde.
Es heißt, dass Karl der Große während einer seiner vielen Reisen durch das französische Land einen Bischof besuchte – wahrscheinlich im Gebiet des heutigen Ostfrankreichs oder Burgund – mit der ausdrücklichen Absicht, seine Loyalität und Loyalität zur Krone zu überprüfen. Wie damals üblich, wurde der Gast von Rang mit einem feierlichen Bankett begrüßt, ein Anlass sowohl für Diplomatie als auch für Feier. Während dieses Abendessens stand der große Herrscher vor etwas Ungewöhnlichem: einem Käse mit charakteristischen grünen Adern, einem einzigartigen Aussehen und einem intensiven, umfassenden Geschmack.
Karl der Große war sofort fasziniert. Fasziniert von den Streifen, die durch die cremige Paste zogen, versuchte er zunächst, sie mit einem Messer zu entfernen, da er sie für einen Defekt hielt. Es war der Bischof selbst, der vorschlug, er solle es so probieren, wie es war, ohne Angst. Der Herrscher probierte es, und der Legende nach war die Reaktion sofort und voller Begeisterung.
Von diesem Moment an wurde der Kaiser ein leidenschaftlicher Bewunderer dieses Käses, so sehr, dass er regelmäßige Vorräte an seinen Palast in Aachen schicken ließ, die prächtige kaiserliche Residenz im heutigen Westdeutschland, die das politische und kulturelle Herz seines Königreichs bildete. Eine außergewöhnliche Ehre für ein Milchprodukt, das beweist, dass Gorgonzola bereits eine Verführungsfähigkeit besaß, die jede geografische und soziale Grenze überschreiten und selbst die berühmtesten Geschmäcker Europas eroberte.